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Viren

Viren sind infektiöse Partikel, die keine vollständigen Zellen besitzen. Anders als Bakterien können sie sich nicht selbstständig vermehren – sie benötigen eine Wirtszelle, in der sie sich einschleusen und dort ihre Vermehrung erzwingen. Aus diesem Grund wirken Antibiotika bei Virusinfektionen nicht.

Viren sind extrem klein (10–300 Nanometer) und sehr anpassungsfähig. Einige Viren sind besonders widerstandsfähig gegenüber Umwelteinflüssen und können auf Oberflächen oder in Lebensmitteln lange überleben.

 

Wichtige Viren in der Lebensmittel- und Alltagshygiene:

  • Norovirus → hoch ansteckend, verursacht Erbrechen & Durchfall
  • Hepatitis A → über kontaminierte Lebensmittel übertragbar
  • Rotaviren → v.a. bei kleinen Kindern relevant
  • SARS-CoV-2 (Corona) → Tröpfchen- und Aerosolübertragung
  • Hand-Fuß-Mund-Virus → v.a. in Kindergärten und Kitas

 

Wie werden Viren übertragen?

  • Schmierinfektion: über Hände, Türgriffe, Schneidbretter
  • Tröpfcheninfektion: durch Husten, Niesen, Sprechen
  • Lebensmittelinfektion: z.B. durch verunreinigte Muscheln, Salate oder belegte Brote
  • Körperflüssigkeiten: bei mangelnder Toilettenhygiene

 

Wie schützt man sich?

Konsequentes Händewaschen (nach WC, vor dem Essen, nach Kontakt mit Oberflächen)
Flächendesinfektion mit viruswirksamen Mitteln (begrenzt viruzid oder viruzid)
Abstand und Frischluftzufuhr in Innenräumen
Erkrankte Personen sollten isoliert werden – z.B. bei Norovirusausbrüchen in Kitas oder Heimen

 

Tipp: Achten Sie bei Reinigungs- und Desinfektionsmitteln auf die Kennzeichnung „begrenzt viruzid“, „begrenzt viruzid PLUS“ oder „viruzid“ – nur diese wirken sicher gegen behüllte und unbehüllte Viren. Einfaches Desinfizieren reicht bei viralen Ausbrüchen häufig nicht aus.

 

Verwandte Begriffe:

  • Keime
  • Mikroorganismen
  • Norovirus
  • Infektionsschutzgesetz
  • Desinfektion
  • Personalhygiene
  • Gemeinschaftseinrichtungen
  • Meldepflichtige Krankheiten
  • Schmierinfektion

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