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Infektionen

Lebensmittelbedingte Infektionen entstehen, wenn krankmachende Mikroorganismen (z.B. Bakterien, Viren oder Parasiten) mit kontaminierten Lebensmitteln aufgenommen werden.
Diese Erreger vermehren sich im Körper und lösen Krankheitssymptome aus – häufig in Magen und Darm.

Typische Erreger:

  • Salmonellen (z.B. durch rohes Ei, Geflügel)
  • Campylobacter (häufigste bakterielle Ursache von Durchfallerkrankungen)
  • Listerien (z.B. in Rohmilchkäse, vorgeschnittenem Salat)
  • Noroviren (besonders ansteckend – oft über kontaminierte Hände oder Speisen übertragen)
  • E. coli (inkl. EHEC) (v.a. über rohes oder ungewaschenes Gemüse, Fleisch)

Symptome:

  • Übelkeit
  • Durchfall
  • Erbrechen
  • Fieber
  • Bauchkrämpfe

Bei empfindlichen Personen wie Kleinkindern, älteren Menschen oder Immungeschwächten können lebensmittelbedingte Infektionen schwer verlaufen – im Extremfall sogar tödlich.

Ursachen:

  • mangelnde Kühlung
  • unzureichende Erhitzung
  • Kreuzkontamination
  • unzureichende Personalhygiene
  • verunreinigte Rohstoffe

Rechtliche Relevanz:

Lebensmittelbedingte Infektionen gelten als meldepflichtige Erkrankungen (§6 und §7 IfSG). Bei gehäuftem Auftreten (z.B. in einer Kita oder Großküche) muss das Gesundheitsamt informiert werden.

Tipp:

Achten Sie auf die Einhaltung der Kühlkette, die richtige Kerntemperatur beim Erhitzen und eine konsequente Hygiene bei der Verarbeitung. Schulen Sie alle Mitarbeiter regelmäßig im Umgang mit verderblichen Lebensmitteln.

🔗 Verlinkungsvorschlag:

  • Merkblatt Rückstellproben (PDF)
  • Dokumentation Temperaturkontrolle (PDF)
  • Merkblatt Hygiene in Gemeinschaftseinrichtungen

Verwandte Begriffe

Kreuzkontamination

HACCP 

Tätigkeitsverbot