Startseite / Glossar / Hygieneschulung

Hygieneschulung

Eine Hygieneschulung vermittelt grundlegendes und praxisrelevantes Wissen zu Hygienemaßnahmen, Infektionsschutz und Lebensmittelsicherheit. Ziel ist es, Mitarbeitende zu befähigen, hygienisches Verhalten sicher anzuwenden – sowohl im Umgang mit Lebensmitteln als auch im Kontakt mit Menschen in Gemeinschaftseinrichtungen (z.B. Kita, Heim, Schule, Altenpflege).

 

Wer benötigt eine Hygieneschulung?

Hygieneschulungen sind erforderlich für:

  • Personen mit Lebensmittelkontakt
    (z.B. in Küche, Spülküche, Bäckerei, Metzgerei, Gastronomie, Gemeinschaftsverpflegung)
  • Mitarbeitende in Gemeinschaftseinrichtungen
    (z.B. Kindertagesstätten, Heime, Schulen, Altenpflege)
  • Alle, die reinigende, betreuende oder versorgende Tätigkeiten ausüben

 

Inhalte einer Hygieneschulung:

  • Grundlagen der Personalhygiene
  • Händehygiene und korrekte Händedesinfektion
  • Reinigungs- und Desinfektionsmaßnahmen
  • Umgang mit Lebensmitteln und Vermeidung von Kreuzkontaminationen
  • Tätigkeitsverbote bei Krankheitssymptomen (§§42/43 IfSG)
  • Temperaturführung & Kühlkette
  • Grundlagen von HACCP und Eigenkontrolle
  • Umgang mit Schädlingsbefall, Rückstellproben, Fremdkörpern
  • Dokumentation & gesetzliche Vorgaben (z.B. LMHV, IfSG)

 

Gesetzliche Pflicht?

Hygieneschulungen sind gesetzlich vorgeschrieben, z.B. nach:

  • §4 Lebensmittelhygiene-Verordnung (LMHV)
  • §43 Infektionsschutzgesetz (IfSG)
  • § 35 Infektionsschutzgesetz (IfSG)
  • EU-Verordnung 852/2004 über Lebensmittelhygiene entsprechend der Berufsbranche

 

Tipp:
Regelmäßige Hygieneschulungen sind gesetzlich vorgeschrieben – je nach gesetzlicher Bestimmung alle ein bis zwei Jahre, bei Neueinstellungen oder bei veränderten Arbeitsabläufen.
Die Teilnahme ist schriftlich zu dokumentieren (Datum, Name, Inhalt).

Verwandte Begriffe

Erstbelehrung

Folgebelehrung

HACCP 

Personalhygiene

Desinfektion und Desinfektionsmittel

Eigenkontrolle