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Kritische Kontrollpunkte (CCP) 

Ein kritischer Kontrollpunkt (CCP) ist eine Stelle im Produktions- oder Arbeitsablauf, an der eine Gefährdung für die Lebensmittelsicherheit mit angemessenen Mitteln verhindert, beseitigt oder auf ein akzeptables Maß reduziert werden kann.

Beispiele für typische CCPs in der Praxis:

  • Temperaturkontrolle beim Garen von Geflügel
    → um z.B. Salmonellen sicher abzutöten
  • Wareneingangskontrolle von leichtverderblicher Ware
    → zur Vermeidung mikrobiologischer Belastungen
  • Kühltemperaturprüfung bei Lagerung
    → damit Lebensmittel nicht verderben
  • Kennzeichnung von Allergenen in Speisen
    → um allergische Reaktionen zu vermeiden


Warum sind CCPs wichtig?

  • Sie sind gesetzlich vorgeschrieben (HACCP, LMHV)
  • Sie helfen, Risiken frühzeitig zu erkennen und zu kontrollieren
  • Sie sind zentral für die Lebensmittelsicherheit und Produktschutz
  • Ihre Überwachung und Dokumentation schützt vor Haftungsrisiken


Tipp:
Ermitteln Sie Ihre CCPs, indem Sie sich fragen:

„Wenn ich diesen Punkt nicht kontrolliere – könnte dann jemand gesundheitlich geschädigt werden?
Dokumentieren Sie alle CCPs mit festgelegten Grenzwerten, Maßnahmen und Verantwortlichkeiten.


So gehen Sie vor:

  1. Gefahrenanalyse durchführen
  2. CCPs identifizieren
  3. Grenzwerte definieren (z.B. Kerntemperatur 75°C)
  4. Überwachungssystem einführen
  5. Korrekturmaßnahmen bei Abweichung festlegen
  6. Dokumentation sicherstellen

 

Verwandte Begriffe

HACCP 

Eigenkontrolle

Temperaturkontrolle

Rückverfolgbarkeit

Produkthygiene

Lebensmittelhygieneverordnung