Das Norovirus ist ein hoch ansteckender Virus, der akute Magen-Darm-Erkrankungen auslöst. Die typischen Symptome sind:
- Starkes Erbrechen
- Plötzlicher Durchfall
- Übelkeit, Bauchkrämpfe, Abgeschlagenheit, gelegentlich Fieber
Die Erkrankung tritt meist plötzlich auf und ist innerhalb von 1-3 Tagen überstanden. Trotzdem ist sie ernst zu nehmen, da sie den Körper stark schwächen kann – vor allem bei kleinen Kindern, älteren Menschen und Vorerkrankten.
Übertragung des Norovirus
Noroviren sind extrem widerstandsfähig und hoch infektiös – schon 10-100 Viruspartikel reichen aus, um eine Infektion auszulösen. Die Übertragung erfolgt:
- Fäkal-oral: z. B. durch mangelnde Händehygiene nach dem Toilettengang
- Schmierinfektion: über Türklinken, Lichtschalter, Schneidbretter etc.
- Tröpfcheninfektion: beim Erbrechen entstehen feine Aerosole, die Viruspartikel enthalten
- Lebensmittelinfektion: z. B. durch kontaminierte Speisen (Salate, Obst, Muscheln)
Wer ist besonders betroffen?
- Gemeinschaftseinrichtungen (Kindergärten, Heime, Schulen)
- Krankenhäuser, Pflegeeinrichtungen
- Gastronomie, Großküchen, Caterer
- Lebensmittelbetriebe
In diesen Bereichen sind Meldepflichten und Tätigkeitsverbote gemäß Infektionsschutzgesetz (IfSG §§ 42, 43, 34) zu beachten.
Schutzmaßnahmen
Konsequente Händehygiene mit Seife – auch nach Erbrechen oder Durchfall
Flächendesinfektion mit viruziden Desinfektionsmitteln (Kennzeichnung: „viruzid“)
Tragen von Einmalhandschuhen beim Reinigen kontaminierter Flächen
Erkrankte Personen sollten mindestens 48 Stunden symptomfrei sein, bevor sie ihre Tätigkeit im Lebensmittelbereich oder einer Gemeinschaftseinrichtung wieder aufnehmen
Tipp: Lassen Sie bei Verdacht auf Norovirus Infektionen in Ihrem Betrieb sofort die Hygienemaßnahmen verschärfen. Informieren Sie das zuständige Gesundheitsamt, wenn mehrere Personen betroffen sind – besonders in Kitas, Schulen oder Pflegeeinrichtungen.