Salmonellen sind bewegliche, stäbchenförmige Bakterien, die zu den häufigsten Erregern lebensmittelbedingter Infektionen gehören. Sie kommen weltweit vor und vermehren sich besonders gut bei Temperaturen zwischen +10 °C und +47 °C – vor allem in rohem Fleisch, Geflügel, Eiern, aber auch in nicht ausreichend gekühlten Milchprodukten.
Symptome und Verlauf:
Eine Infektion mit Salmonellen (Salmonellose) kann zu folgenden Beschwerden führen:
- Durchfall
- Erbrechen
- Bauchkrämpfe
- Fieber
Besonders gefährdet sind Kinder, ältere Menschen und immungeschwächte Personen. Die Symptome treten meist 6–72 Stunden nach Verzehr auf.
Meldepflicht:
Nach dem Infektionsschutzgesetz (IfSG) ist die Salmonellose meldepflichtig. Bei zwei oder mehr Fällen in einer Gemeinschaftseinrichtung (z. B. Kita, Heim) muss das Gesundheitsamt unverzüglich informiert werden.
Hygieneregeln zur Vorbeugung:
- Strikte Trennung von rohen und gegarten Lebensmitteln
- Keine Verarbeitung von rohen Eiern in Speisen ohne Erhitzen
- Kühlkette einhalten: Lagertemperatur unter +7 °C
- Fleisch und Geflügel immer durchgaren (Kerntemperatur ≥ 70 °C)
- Hände waschen und desinfizieren nach jedem Kontakt mit rohem Fleisch oder Ei
- Wareneingangskontrolle und Verbrauchsdatum beachten
Tipp: Nutzen Sie zur täglichen Praxis die Dokumentation zur Wareneingangskontrolle (PDF)* – so behalten Sie Temperaturen, Frische und Verpackungszustand im Blick.