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Scabies (Krätze)

Scabies, umgangssprachlich Krätze, ist eine ansteckende parasitäre Hauterkrankung, die durch die Krätzemilbe (Sarcoptes scabiei var. hominis) verursacht wird. Die Milben graben sich in die oberste Hautschicht ein und lösen starken Juckreiz sowie entzündliche Hautveränderungen aus.

Symptome:

  • Starker nächtlicher Juckreiz
  • Rötliche Knötchen, Pusteln oder Bläschen, vor allem zwischen Fingern, in den Armbeugen, an Handgelenken, Bauch, Gesäß, Genitalbereich
  • Kratzspuren durch starken Juckreiz
  • Typisch: feine Milbengänge in der Haut

Übertragung:

  • Haut-zu-Haut-Kontakt (auch Händeschütteln kann genügen)
  • Seltener über Kleidung, Bettwäsche, Handtücher
  • Besonders ansteckend bei engem Körperkontakt – Kitas, Pflegeeinrichtungen, Schulen, Heime sind häufig betroffen

Maßnahmen nach dem Infektionsschutzgesetz (§ 34 IfSG):

  • Meldepflicht an das Gesundheitsamt, wenn zwei oder mehr Fälle in einer Gemeinschaftseinrichtung auftreten
  • Betretungsverbot für infizierte Kinder oder Personal in Kitas, Schulen und Heimen, bis eine ärztliche Behandlung erfolgt ist und keine Ansteckungsgefahr mehr besteht
  • Erforderlich: ärztliches Attest zur Wiederzulassung
  • Rücksprache mit dem Gesundheitsamt bei Ausbruch in einer Einrichtung

Behandlung:

  • Anwendung von medizinischen Hautpräparaten (z.B. Permethrin)
  • Kontaktpersonen (Familie, Gruppenmitglieder) sollten ebenfalls behandelt werden
  • Gleichzeitige Desinfektion und Reinigung von Kleidung, Bettwäsche, Handtüchern
    • mindestens 60°C waschen oder 72 Stunden in dicht verschlossenem Plastikbeutel lagern

Tipp: Wenn Sie in einer Gemeinschaftseinrichtung arbeiten, führen Sie eine Checkliste für Hygienemaßnahmen bei Krätzeausbrüchen, um strukturiert und sicher zu handeln.

Verwandte Begriffe

Gemeinschaftseinrichtungen

Meldepflichtige Krankheiten

Personalhygiene

Betriebshygiene

Infektionsschutzgesetz (IfSG)

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