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Fremdkörper

Als Fremdkörper bezeichnet man alle unerwünschten festen oder halbfesten Stoffe in Lebensmitteln, die dort nicht hineingehören und potenziell eine Gefahr für die Gesundheit der Konsument*innen darstellen. Fremdkörper können versehentlich während der Produktion, Lagerung, Zubereitung oder Abgabe in die Lebensmittel gelangen oder durch unsachgemäßen Umgang oder mangelhafte Hygienemaßnahmen.

 

Typische Beispiele für Fremdkörper:

  • Metall (Maschinenteile, Drahtstücke, Schrauben, Späne)
  • Kunststoffteile (Verpackungsreste, Folien, Deckelstücke)
  • Holzsplitter (z.B. von Paletten oder Schneidebrettern)
  • Knochensplitter (bei nicht entbeintem Fleisch)
  • Haare, Fingernägel, Pflasterreste
  • Insekten oder Larven
  • Glasstücke (z.B. bei beschädigten Gläsern, Dosen)

 

Folgen und Risiken:

  • Verletzungsgefahr (z.B. Schnitte, Brüche, Erstickung)
  • Reputationsschäden für Betriebe
  • Meldepflichtige Vorfälle bei Behörden
  • Rückrufe oder Rücknahmeaktionen

 

Vorbeugende Maßnahmen:

  • Regelmäßige Sichtkontrollen der Ware und Verpackung
  • Maschinelle Fremdkörperdetektion (z.B. Metalldetektoren)
  • Tragen von Kopfbedeckung, Handschuhen, Pflaster mit Signalwirkung
  • Sauberkeit und Ordnung in allen Arbeitsbereichen
  • Strikte Umsetzung eines HACCP-Konzepts mit CCPs (kritischen Kontrollpunkten)
  • Verwendung von Rückstellproben, falls nötig

 

Tipp: Halten Sie alle Vorfälle mit Fremdkörpern und Ihre Präventivmaßnahmen schriftlich fest. Im Rahmen der Eigenkontrolle dient dies auch der rechtlichen Absicherung bei einer Kontrolle.

Verwandte Begriffe

HACCP 

HACCP-Checklisten

Rückstellproben

Sichtkontrolle

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Reinigungsplan