Die Hand-Fuß-Mund-Krankheit ist eine hochansteckende Virusinfektion, die meist im Kindesalter auftritt. Sie wird durch Enteroviren (meist Coxsackie-Viren) verursacht und äußert sich durch:
- Fieber und Halsschmerzen
- Schmerzhafte Bläschen im Mundraum
- Rote Flecken oder Pusteln an Händen und Füßen, manchmal auch am Gesäß
Die Krankheit verläuft in der Regel mild und heilt innerhalb von 7-10 Tagen von selbst ab.
Übertragungsweg
Die Viren werden übertragen durch:
- Tröpfcheninfektion (z. B. Niesen, Husten)
- Schmierinfektion (z. B. über gemeinsam genutztes Spielzeug, Toiletten, Türklinken)
- Kontakt mit Stuhl, etwa beim Wickeln
Die Erreger können auch nach Abklingen der Symptome noch mehrere Wochen mit dem Stuhl ausgeschieden werden – daher ist gründliche Händehygiene besonders wichtig!
Rechtliche Hinweise für Gemeinschaftseinrichtungen
- Einzelfälle sind NICHT meldepflichtig (§ 6 IfSG)
- Bei gehäuftem Auftreten (≥2 Fälle) in einer Einrichtung besteht Meldepflicht an das zuständige Gesundheitsamt gemäß § 34 Abs. 6 IfSG
- Erkrankte Kinder dürfen nicht in die Einrichtung und sollten erst nach vollständiger Genesung zurückkehren
Tipp: Achten Sie auf frühe Anzeichen bei Kindern und klären Sie Eltern darüber auf, dass selbst milde Verläufe hoch ansteckend sind. Sorgen Sie für konsequente Händehygiene – besonders nach Toilettengängen oder beim Wickeln.